Wien radelnd kennenlernen – 10 Tipps für deinen Semesterstart

Der Frühling steht vor der Haustür, die Temperaturen klettern von Woche zu Woche höher nach oben und das Sommersemester beginnt in diesen Tagen! Wir stellen dir daher zum Semesterstart zehn Ecken Wiens vor, die es sich mit dem Fahrrad kennenzulernen lohnt und dir das Radfahren in der (neuen) Stadt besonders schmackhaft machen!

1.) Kein Geheimtipp, aber ein Must-Do für alle Wien-Neulinge: eine Fahrt um den Ring! Auf der fünf Kilometer langen Runde kannst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Wiens (Rathaus, Parlament, Oper..) von deiner Liste abhaken und hast auch gleich passende Ausflugsziele für den ersten Familienbesuch parat. Im Burggarten, Volksgarten und Stadtpark lässt es sich ab dem Frühling hervorragend in der Sonne chillen.

2.) Der Brunnen vor der Karlskirche ist nicht nur für TU-Studierende ein beliebter Treffpunkt. Mit Blick aufs Wasser lässt es sich gemütlich jausnen, eine Kaffeepause einlegen oder ein Feierabendbier trinken. Vom Karlsplatz aus bietet sich eine Erkundungstour durch den 4. und 5. Bezirk an – die Radwege in der Operngasse und Margaretenstraße führen an vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Bars vorbei, die definitiv einen Besuch wert sind.

3.) Einen Einblick in die Wiener Graffitiszene erhältst du am Donaukanal entlang der Innenstadt, wo in den vergangenen Jahren viele beeindruckende Kunstwerke entstanden sind. Vor allem in den Sommermonaten nutzen Jung und Alt den Donaukanal zwischen Roßauerlände und Schwedenplatz zum Inlineskaten, Radfahren und Flanieren. Außerdem laden mehrere gemütliche Bars zum Verweilen ein, und der Sonnenuntergang am Wasser verschafft dir auch bei leerer Geldbörse Urlaubsfeeling mitten in der Stadt.

4.) Seit dem Umbau der Mariahilferstraße zur Begegnungszone gibt es dort nur noch wenige Autos, dafür umso mehr Platz für Rad- und Fußverkehr. Die bekannteste Einkaufsstraße Wiens führt vom Westbahnhof bis zum Museumsquartier – vor allem im Sommer ein beliebter Treffpunkt für junge Menschen in der Stadt. Aber keine Sorge: auch in den kommenden Monaten ist im Museumsquartier mit Konzerten, Tanz- und Theateraufführungen für Unterhaltung gesorgt, und bei Schlechtwetter bietet sich stets ein Besuch in eines der umliegenden Museen an.

5.) Abseits der Mariahilferstraße finden sich mittlerweile einige Alternativen zu den großen Einkaufsketten. In den Seitenstraßen wie der Stiftgasse, Kaiserstraße und Neubaugasse bieten junge Designerinnen und Designer Schmuck, Kunsthandwerk und Mode an. Auch in diesem Grätzel tut sich für Radfahrerinnen und Radfahrer gerade einiges: nach und nach werden Einbahnen fürs Radfahren geöffnet sowie neue Wege gebaut, und machen so das innerstädtische Radeln in Wien immer attraktiver.

6.) Jeden dritten Freitag im Monat findet in Wien die Critical Mass statt. Hier hast du die Möglichkeit, gleichgesinnte Fahrradliebhaberinnen und Fahrradliebhaber kennenzulernen, neue Ecken Wiens zu entdecken und dich gemeinsam für eine fahrradfreundlichere Stadt einzusetzen. Die jeweilige Route wird für die Dauer der Ausfahrt für den motorisierten Verkehr von der Polizei gesperrt.

7.) Für alle die etwas mehr Action brauchen, gibt es im Wienerwald seit kurzem einige Mountainbike Trails. Diese sind mit dem Fahrrad von der Innenstadt aus einfach erreichbar und bieten für Anfänger bis zum Profi verschiedene Schwierigkeitsgrade. Ein Besuch lohnt sich allein schon wegen der tollen Aussicht über Wien.

8.) Wenn dir die Stadt mal zu laut und hektisch wird, empfehlen wir einen Ausflug auf die Donauinsel– denn nirgendwo in Wien lässt es sich so stressfrei radeln wie hier. Die Donauinsel wurde ursprünglich als Hochwasserschutz errichtet und gilt heute zu Recht als beliebtes Naherholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung. Bei einer Inselumrundung schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: mit einer Strecke von 40km hast du das Workout für die Woche erledigt und triffst im Au-Gebiet auf alle möglichen Wildtierarten.

9.) Auch für das andere Ende Wiens haben wir einen Erholungstipp für dich: der öffentlich zugängliche Lainzer Tiergarten ist dank dem neu ausgebauten Wienflussradweg einfach zu erreichen. Zwischen den U4 Stationen Hietzing und Hütteldorf gibt es mittlerweile 5km ampel- und stopptafelfreien Radweg, den du in 20 Minuten locker bewältigen kannst. Im 2.500 Hektar großen Lainzer Tiergarten laufen dir in freier Wildbahn Rehe, Hirsche und Wildschweine über den Weg, und das im Gegensatz zum Tiergarten Schönbrunn zum studierendenfreundlichen Nulltarif.

10.) Wiens Märkte bieten vor allem an den Samstagen wunderbare Ausflugsziele. Hier kannst du frische und regionale Produkte direkt beim Erzeuger kaufen. Außerdem lässt es sich auf den Märkten hervorragend frühstücken und Kaffee trinken. Übrigens: mit Fahrradkorb oder Satteltaschen lassen sich die Einkäufe dann direkt vom Markt nachhause transportieren.

Für die Fahrt durch die Stadt empfehlen wir die Bike Citizens Fahrrad-Navi-App. Diese ist für Wienerinnen und Wiener kostenlos und ermöglicht Echtzeit- und Offline-Navigation für dein Fahrrad

5 Kommentare

Kurt Enenkel sagte am 06.10.2016, 18:14:
Und halte mindestens 1,20m Abstand zu längsgeparkten / mindestens 1,50m zu schräggeparkten Autos! Fahre um Himmels Willen nicht zwischen Straßenbahn und Parkspur! Ignoriere dazu nötigenfalls die Bodenmarkierungen! Siehe: https://www.radlobby.at/oesterreich/bahnbrechendes-urteil-zu-anti-dooring-abstand
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ilse steindl sagte am 22.10.2016, 17:16:
Radweg: Wien 9 Berggasse zur Hietzingerstraße: ist dieser Vorschlag wirklich empfehlenswert?
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Tom sagte am 29.10.2016, 14:32:
Ja, Wien ist mit dem Fahrrad wirklich toll zu erkunden. Das habe ich vor kurzem selber festgestellt und einige der Sehenswürdigkeiten hier aus dem netten Artikel selber gesehen. Ich war überrascht wie gut man dort in der Stadt mit dem Bike voran kommen kann und wieviel interessante und kulturelle Dinge man vom Sattel aus schon sehen kann! Vielleicht hast du/ habt ihr ja Lust mal auf meinen Tour-Bericht zu schauen? https://bikingtom.com/2016/10/27/rad-tour-durch-oesterreichs-hauptstadt-wien/
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Carla sagte am 16.06.2017, 15:39:
Also ganz ehrlich, man sollte endlich aufhören imme rnur schön zu schreiben und zu reden sondern Dinge ernsthaft und großzügig umsetzen! Steht auch im neuen Kopehnagen Index: " After years of cautious baby steps.." immer 2 Schritte vorwärt schreiben und dann einen zurück, dann trippelt man so irgendwie dahin. Das kann doch auf Dauer keine Politik sein! Bringt endlich die dicken Fische durch, und baut ein brauchbares hochrangiges Schnellradwegenetz quer durch die ganze Stadt. Es muss einmal Schluss ein nur mir schön reden!!!
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Markus Dirnhofer sagte am 21.06.2017, 11:56:
Es ist mitunter wahnsinnig gefährlich in Wien mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, wenn es nicht grad der höllenmäßige Lärm am Gürtel ist, sind es die permanenten giftigen Abgase der Autos die eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Abgesehen von den unachtsamen Handlungen der zig. tausenden Blechkisten und dem damit verbundenem Unfallrisiko. Aber leider ist die Politik zu feige um hier mutig und engagiert mehr Infrastrukturprojekte für den Radverkehr umzusetzen... nur Werbesprüche und Kampagnen zu schalten wie "toll" der Radverkehr nicht ist, wird über kurz oder lang die BürgerInnen frustrieren und genau das Gegenteil bewirken- nämlich ProtestwählerInnen die eben nicht mehr wählen gehen! Man muss daher gerade den behaarlichen, unbelehrbaren und sturen Bezirksvorstehungen die Daumenschrauben ansetzten, damit dort (an der Basis) endlich couragierte Maßnahmen umgesetzt werden. Mehrzweckstreifen auf Wiens meistbefahrenen Strassen sind eine Enttäuschung, und die oft kleinen und kleinsten Gässchen Wiens bleiben weiterhin oftmals für den Radverkehr besperrt, weil es viel zu viele ängstliche und unbelehrbare Bezirksvorstehungen gibt. Weg damit, die Stadt soll endlich Bezirksvorstehungen einsparen und Reformen durchführen. Worauf warten Wien noch? Bis die SPÖ eine 5% Partei ist??? *lol*
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