Wiener Wasser

ca. 8h 00m
101 km
Westbahn Wien Weidlingau
Schwarzenbergplatz, Hochstrahlbrunnen
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Wien ist eine Stadt am Wasser. Die Tour ist lang und sie kann gut in mehrere Etappen geteilt werden. Die Tour beginnt in Weidlingau und führt vom Wienfluss über den hügeligen Südwesten, vorbei an den Einmündungen der beiden Hochquellwasserleitungen zur Liesing. An zahlreichen Teichen entlang geht es über Wasserspielplatz und Wasserturm zum Amalienband am Reumannplatz. Die Fahrt führt weiter zu den Gewässern rund um den Laaer Berg und dann zum Zentralfriedhof. Nun geht es Richtung Donau und über das Kraftwerk Freudenau in die Lobau. Über eine weite Schleife über die Gewässer im Grünen Prater radelt man über den Wienfluss zurück zum Donaukanal. Weiter zur Neuen und dann entlang der Alten Donau zum Marchfeldkanal. Über eine weitere Schleife entlang der Donau und des Donaukanals kommen wir in die City. Die Tour endet stilgerecht beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.

Mit der gratis Fahrrad-App für Wien können Sie sich auf der Tour navigieren lassen und auch gleich das Navi-Paket für ganz Wien herunterladen.

Zusätzlich hier die GPX- und KML-Datei runterladen.

Karte

Bahnhof Weidlingau über Lainzer Tiergarten, Krankenhaus Hietzing und Napoleonwald bis Wotruba Kirche

Der Ausgangspunkt der Tour liegt am Bahnhof Weidlingau, den man mit der S-Bahn erreicht.
Die Fahrradmitnahme in der S-Bahn ist innerhalb von Wien mit einem Halbpreisticket oder kostenlos mit Jahreskarte der Wiener Linien ohne zeitliche Beschränkung möglich.
In Richtung Süden geht’s gleich los zum ersten Wiener Wasser, dem Wien-Fluss. Entlang der Wien geht es gemütlich den Wientalradweg Richtung Osten vorbei am Lainzer Tiergarten bis Höhe U-Bahnstation Hütteldorf. Nun geht es Richtung Süden durch den 13. Wiener Gemeindebezirk. Wir passieren das Krankenhaus Hietzing und den Napoleonwald. Der einst hier befindliche Wald wurde zur Zeit der napoleonischen Kriege abgeholzt und als Heizmaterial im Schloss Schönbrunn verwendet, als Napoleon dort residierte.
Auf der Fahrt durch Hietzing geht es stetig bergauf und bergab. Hier kann man schon das ein oder andere Mal ins Schwitzen geraten. Doch spätestens bei der Wotruba Kirche lässt sich beim Blick auf das beindruckende aus Betonblöcken bestehende Gebäude ein Schluck Wasser genießen.

Wotrubakirche über den Liesingbach Radweg bis Erholungsgebiet Wienerberg

Von der Wotrubakirche geht’s weiter Richtung Süden zum zweiten Gewässer unserer Tour, der Liesing. Dem angenehm flachen Liesingbach Radweg folgen wir nun eine Weile, vorbei am Bahnhof Liesing bis hin zum Kleingartenverein Schloss-See. Dort zweigen wir links ab, um in Richtung Nordosten zum Erholungsgebiet Wienerberg zu gelangen. Der Wienerbergteich lädt zu einer kleinen Abkühlung ein.

Erholungsgebiet Wienerberg über Wasserturm und Reumannplatz bis Kurpark Oberlaa

Nach einem kurzen Abstecher ins Erholungsgebiet Wienerberg kann man auch noch zum Spielplatz am Wasserturm im Norden fahren. Danach geht’s weiter durch Favoriten zum Reumannplatz, wo sich das Amalienbad befindet, das bei seiner Eröffnung 1926 zu den größten Schwimmbädern Europas zählte. Weiter fahren wir Richtung Süden zum Kurpark Oberlaa, wo sich die Goldberg Filmteiche befinden.

Kurpark Oberlaa über den ehemaligen Wiener Neustädter Kanal, Zentralfriedhof und Donaukanal bis Kraftwerk Freudenau

Vom Laaerberg führt uns der Weg durch Simmering hin zum ehemaligen Wiener Neustädter Kanal. Diesem folgen wir Richtung Süden bis zu den Mauern des Zentralfriedhofes. Vorbei an den Haupttoren des Friedhofes folgen wir ein gutes Stück der Simmeringer Hauptstraße. Auf Höhe der Etrichstraße biegen wir links ab und fahren entlang dieser über den Donaukanal bis hin zum Kraftwerk Freudenau.

Kraftwerk Freudenau über Neue Donau, Öltanklager bis Donau-Oder-Kanal

Beim Kraftwerk Freudenau überqueren wir die Brücke und lassen fürs erste die westliche Seite der Donau hinter uns. Wir fahren auf der Donauinsel in Richtung Südosten bis zur Schleusenbrücke Wehr 2. Über diese gelangen wir in den 22. Wiener Gemeindebezirk, Donaustadt. Wir radeln die Donau flußaufwärts und über das Zentraltanklager der OMV wieder Richtung Süden in den Nationalpark Lobau. Das nächste Wiener Wasser, das wir erreichen ist der Donau-Oder-Kanal.

Donau-Oder-Kanal über Bibergehege, Dechantlacke, Nationalpark-Haus bis zur Steinspornbrücke

Die nächsten Kilometer geht es teils über wurzelige Schotterstraßen durch den Nationalpark Lobau, vorbei an Oberleitnerwasser und Dechantlacke. Diese und weitere Wasserstellen bieten Gelegenheit zur kurzen Abkühlung im frischen Nass. Und wer seine Badehose vergessen hat, muss sich hier bei den zahlreichen FKK-Bereichen nicht schämen. Das Nationalparkhaus lädt zu einem kurzen lehrreichen Besuch ein und auch das Bibergehege ist einen Abstecher wert, da man hier die Tiere aus nächster Nähe beobachten kann.
Über den Biberhaufenweg gelangen wir wieder zurück zur Neuen Donau und zur Steinspornbrücke.

Steinspornbrücke über Donauinsel, Wildwasserarena, Praterbrücke, Rotundenbrücke bis Stubenring

Über die Steinspornbrücke geht’s zurück auf die Donauinsel und diese entlang Richtung Norden vorbei an der Wildwasserarena bis zur Praterbrücke. Dort verlassen wir die Insel und begeben uns in die Leopoldstadt, den 2. Wiener Gemeindebezirk. Bald erreichen wir die Prater Hauptallee, welcher wir in Richtung Norden folgen. Dabei passieren wir das Obere Heustadlwasser und die Rosenlacke. Die Rotundenbrücke bringt uns wieder an die linke Uferseite des Donaukanals. Über den dritten Bezirk vorbei am Bahnhof Wien Mitte und über den Wienfluss gelangen wir in die Innere Stadt auf den Ring.

Stubenring über Aspernbrücke, Wienflußmündung, Urania, Praterstern bis Reichsbrücke

Über den Ring werden wir vorbei an der Urania und der Wienfluss-Mündung über den Donaukanal geleitet. Auf der Praterstraße nordostwärts geht’s direkt zum Verkehrsknotenpunkt Praterstern und weiter auf der Lassallestraße zur Reichsbrücke.

Reichsbrücke über Donauinsel, Bahnhof Kaisermühen, Alte Donau bis zu den Strandbädern

Die Reichsbrücke, eine der bekanntesten Brücken Wiens, bringt uns über die Donauinsel und die Neue Donau hin zum Bahnhof Kaisermühlen. In Richtung Osten geht’s zur Arbeiterstrandbadstraße, welche entlang der Alten Donau an zahlreichen Strandbädern vorbeiführt. Auch hier kann bei Schönwetter die Gunst der Stunde genutzt werden und bei einem kurzen Bad für Abkühlung gesorgt werden.

Alte Donau über Birnersteig, Wasserpark, Marchfeldkanal, Einlaufbauwerk Langenzersdorf, Donauinsel und Steinitzsteg bis zur Nußdorfer Wehr

Die Alte Donau überqueren wir über den Birnersteig. Nun geht’s vorbei am Wasserpark über die Jedleseer Straße in Richtung Norden durch den Gemeindebezirk Floridsdorf. In weiterer Folge erreichen wir den Marchfeldkanal, welchen wir zuerst westlich und dann nördlich bis zu dessen Mündung in die Donau entlangfahren. Weiter geht’s über das Einlaufbauwerk Langenzersdorf auf den nördlichen Spitz der Donauinsel. Über den gerade verlaufenden Treppelweg, der zum schnell fahren einlädt, kommen wir zum Steinitzsteg. Über diesen gelangen wir wieder an das linke Donau-Ufer und in weiterer Folge zur Nußdorfer Wehr.

Nußdorfer Wehr über Donaukanal, Schottenring, bis zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz

Von der Wehr fahren wir den Donaukanalradweg flußabwärts bis zum Schottenring. Wir passieren Sehenswürdigkeiten wie das Fernwärmekraftwerk im Hundertwasserstil und das von Zaha Hadid entworfene Wohnhaus. Beim Schottenring verlassen wir den Kanal und folgen dem Ring bis zum Schwarzenbergplatz. Der Ring bietet nochmals einen besonders eindrucksvollen Blick auf die Stadt Wien mit all ihren prunkvollen Gebäuden, wie Parlament, Kunsthistorisches und Naturhistorisches Museum, Heldenplatz und Oper.
Am Schwarzenbergplatz werden wir von dem feierlichen Anblick des Hochstrahlbrunnes willkommen geheißen. Hier lässt sich das Ende einer langen und eindrucksvollen Tour nochmals besonders entspannt genießen.

© Sarah Vierthaler