Baustart für neue Radwege in der Landstraßer Hauptstraße
Es ist soweit! Die Landstraße Hauptstraße wird etappenweise in einen begrünten und verkehrsberuhigten Boulevard verwandelt – und das auf Grundlage von Bürger:innenbefragungen. Künftig wird man dort komfortabel flanieren und radeln können. Los geht es im ersten über 700 Meter langen Bauabschnitt zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse, wo bis Sommer 2027 baulich getrennte, beidseitige Ein-Richtungs-Radwege errichtet werden. Zusätzlich dazu wird eine Fläche von insgesamt 5.700 Quadratmetern entsiegelt.
1. Bauabschnitt bringt neue Radwege und viel Begrünung
Im ersten Bauabschnitt zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse wird die Radinfrastruktur massiv verbessert. Wo es bisher lediglich schmale Mehrzwecktreifen gibt, werden nun und auf beiden Seiten der Landstraßer Hauptstraße baulich getrennte Ein-Richtungs-Radwege errichtet. Verbesserte Kreuzungsbereiche und bessere Sichtbeziehungen kommen allen Verkehrsteilnehmer:innen zugute. Mit den Radwegen werden auch viele neue Radabstellmöglichkeiten geschaffen – 100 Radbügel sollen es in diesem Abschnitt werden.
Hinzu zu den 69 Bestandsbäumen kommen im Bereich der Landstraßer Hauptstraße und den Seitengassen Keinergasse, Steingasse und Eslarngasse insgesamt 28 neue Bäume und 5 neue Hochstammsträucher. Insgesamt 1.200 Quadratmeter neue bzw. erweiterte Grünflächen werden allein in diesem Abschnitt geschaffen.
Nach der Fertigstellung des 1. Bauteils sind zwei Begegnungszonen in Planung – mit zusätzlichen Bäumen und Sträuchern, Verbesserungen für das Zu-Fuß-Gehen und mehr Sitzgelegenheiten.

Landstraßer Hauptstraße, ©Mobilitätsagentur Wien / Kern
Neugestaltung basiert auf Wünschen der Anrainer:innen
Die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße erfolgt unter intensiver Einbindung der Bevölkerung. Anrainer*innen hatten online, bei Informationsveranstaltungen und Infoständen die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen – mit großem Erfolg: Rund 15.000 Vorschläge und Anregungen wurden im Rahmen des Beteiligungsprozesses gesammelt. Ganz oben auf der Wunschliste bei der Bürger:innenbefragung standen Verkehrsberuhigung, sichere Radverbindungen, Begrünung und Abkühlung. Ebenso wichtig war vielen eine Aufwertung des öffentlichen Raums – mit mehr Platz für Zu-Fuß-Gehende, zusätzlichen Sitzgelegenheiten, Vorrang für klimafreundliche Mobilität und höherer Verkehrssicherheit für alle. Gleichzeitig soll die Durchfahrt für den öffentlichen Verkehr und für Kfz möglich bleiben, genauso wie die Erhaltung der Zuliefermöglichkeiten weiterhin eine funktionierende Geschäftsstraße gewährleisten wird.