2,5 Kilometer lange Radinfrastruktur Seeböckgasse / Geblergasse ist eröffnet
Vom Hernalser Gürtel bis zur Sandleitengasse wurden Gebler- und Seeböckgasse zu einer neuen rund 2,5 Kilometer langen komfortablen Radverbindung umgestaltet! Die neue Fahrradstraße in Ottakring und Hernals bringt Verkehrsberuhigung, mehr Sicherheit und Fahrkomfort für Radler:innen. Viele zusätzliche Bäume und mehr Platz für Zu-Fuß-Gehende sorgen für eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität. Zudem wurde ein direkter Radanschluss an den bestehenden Gürtelradweg geschaffen.
Neue Radverbindung durch Verkehrsberuhigung von der Sandleitengasse bis zum Gürtel
Die Seeböckgasse in Ottakring wurde ab der Sandleitengasse bis zur Wattgasse auf einer Länge von 925 Meter zur Fahrradstraße. Mit sogenannten Modalfiltern wird der Durchzugsverkehr unterbunden und der gesamte Straßenzug damit verkehrsberuhigt. In weiterer Folge wurde die Geblergasse in Hernals von der Wattgasse bis zur Palffygasse umgestaltet. Im Abschnitt zwischen Wattgasse und Kalvarienberggasse wurde eine neue Fahrradstraße errichtet, auf der Radfahrende Vorrang haben – mit Ausnahme der Kreuzungen Rosensteingasse und Taubergasse, an denen Straßenbahnen Vorrang haben. Durch Drehungen von Einbahnstraßen wird auch hier der Durchzugsverkehr minimiert. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen zu gewährleisten, wurden außerdem die Gehsteige verbreitert. Zusätzliche Fahrbahnanhebungen stellen sicher, dass Autos ihre Geschwindigkeit reduzieren. Der letzte Abschnitt von der Palffygasse bis zum Gürtel wurde bereits 2023 umgestaltet, begrünt und mit neuen Aufenthaltsbereichen versehen. Auch in diesem Abschnitt ist das Radfahren gegen die Einbahn möglich.
Radverkehrsachse schafft direkten Anschluss an Gürtelradweg
Echten Mehrwert für Radfahrer:innen bietet auch die neue direkte Verbindung von der Geblergasse zum bestehenden Gürtelradweg. Eine neue Radüberfahrt bindet die neue Radverkehrsachse optimal an den Hernalser Gürtel an, ein neuer Schutzweg mit Ampel erleichtert das Queren des Gürtels für Zu-Fuß-Gehende.
Zusätzliche Bäume und Begrünung für das Grätzl
Im Zuge des Projekts wurden 58 neue Bäume und 66 großzügige Grünbeete mit einer Gesamtfläche von über 1.800 Quadratmetern gepflanzt. Insgesamt wurden 2.550 Quadratmeter entsiegelt, davon wurden rund 750 mit einer sickerfähigen Pflasterung versehen. Regenwasser kann so besser versickern, was den umliegenden Bäumen wertvolles Wasser zuführt und gleichzeitig die Kanalisation entlastet.
Entlang der Straßen stellen Trinkbrunnen und Trinkhydranten frisches Hochquellwasser bereit. Der Bereich vor dem Kindergarten in der Geblergasse 45 hat einen neuen attraktiven Aufenthaltsbereich erhalten, der mit bequemen Sitzmöbeln zum Verweilen einlädt. Weitere Mikrofreiräume mit Sitzmöglichkeiten sind an den Kreuzungen Redtenbachergasse, Wichtelgasse und Helblinggasse entstanden.
Sicherer Schulweg zu Bildungseinrichtungen
Rund um Seeböckgasse und Geblergasse befinden sich mehrere Bildungseinrichtungen, die dank der neuen hochwertigen Radverbindung nun die sichere Bewältigung des täglichen Schulwegs mit dem Rad ermöglichen. Allein in den beiden Gassen gibt es vier Kindergärten, eine Neue Mittelschule und zwei Gymnasien. Vier weitere Schulen liegen im direkten Umfeld. Mit der Fahrradstraße setzt die Stadt Wien ihr Anliegen fort, Bildungseinrichtungen in der Stadt sicher an hochwertige Radinfrastruktur anzuschließen. Gleichzeitig bringt die neue Fahrradstraße Verkehrsberuhigung ins Grätzl und damit mehr Sicherheit am Schulweg für Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen.
Neuer Pocket-Park vor dem Haus der Barmherzigkeit
Bereits Ende 2024 wurde in der Seeböckgasse die Neugestaltung eines Pocket-Parks am Vorplatz des Haus der Barmherzigkeit fertiggestellt. 7 neue Bäume und zahlreiche Staudenbeete sorgen nun für ein angenehmes Mikroklima im Park. In der benachbarten Römergasse wurden 5 Bäume und ein Hochstammstrauch gepflanzt. So ist ein einladender Grünraum entstanden, wo Bewohner:innen des Pflegehauses und Anrainer:innen auf gemütlichen Sitz- und Liegemöglichkeiten entspannen und die Natur genießen können. Der begrünte Park wurde durch zahlreiche Spielelemente ergänzt und bietet mit einem Wasserspiel, einem Trinkhydranten und einer Sprühstele erfrischende Abkühlung bei drückender Hitze. Die Spielangebote bereiten besonders den Kindern und Jugendlichen des neu eingerichteten stationären Pflegeangebots für chronische Erkrankungen im Haus der Barmherzigkeit Freude.