Neue Radwege und Fahrradstraßen wirken
Seit dem Jahr 2021 setzt die Stadt Wien die Radwegoffensive um. Im Hauptradverkehrsnetz wurden bislang mehr als 100 Kilometer neue Radinfrastruktur und 50 Kilometer im Bezirksnetz errichtet. Der positive Effekt von neuer Fahrrad-Infrastruktur zeigte sich auch im Jahr 2025 und insbesondere an den Zählstellen mit hohem Anteil an Alltagsradverkehr. Die gezählten Radler:innen auf der Argentinierstraße, in der Pfeil- und der Operngasse stiegen im Vergleich zu den vorigen Jahren deutlich.
Pfeilgasse im 8. Bezirk
In der der Pfeilgasse, die auf 1,2 Kilometer den Gürtel und die 2er-Linie verbindet, wurden im Jahr 2025 um 15 Prozent mehr Radler:innen gezählt, als im Jahr davor. Die Gestaltung der Pfeilgasse zur attraktiven Radverbindung inklusive Begrünungsmaßnahmen entlang der Route und vor der dort ansässigen Schule war Teil der Radwegoffensive 2023.

Mobilitätsagentur Wien/The Designers Club
Argentinierstraße im 4. Bezirk
Auf der Argentinierstraße waren im Jahr 2025 ganze 22 Prozent mehr Radfahrer:innen unterwegs, als im Jahr 2023. Die 1,3 Kilometer lange Argentinierstraße wurde im Dezember 2024 als erste Fahrradstraße nach niederländischem Vorbild in Österreich fertiggestellt und verbindet den Hauptbahnhof mit der Innenstadt. Im Jahr 2024 war die Zählstelle Argentinerstraße aufgrund des Umbaus außer Betreib. Für den Vergleich wurden die Daten der Zählstelle aus dem Jahr 2023 hinzugezogen.

Operngasse im 1. Bezirk
In der Operngasse beim Karlsplatz radelten im Jahr 2025 um 4 Prozent mehr Radfahrer:innen, als im Jahr davor. Viele Radler:innen, die diese Zählstelle passieren kommen vom neuen Radweg Wiedner Hauptstraße, der im November 2024 eröffnet wurde.

Zählstellen, die an Routen mit höheren Anteilen an Freizeitradverkehr liegen, verweisen im Jahr 2025 leichte Rückgänge. Beim Kraftwerk Freudenau wurde um sieben Prozent, am Steinitzsteg drei und auf der Lassallestraße fünf Prozent weniger geradelt als im Jahr 2024. Über diese Zählstellen radeln viele zur Donauinsel und zur Alten Donau. Der vergleichsweise nasse Sommer 2025 dürfte hier eine Rolle gespielt haben. Der wirkte sich nicht nur auf den Radverkehr aus: Die Wiener Bäder verzeichneten im Jahr 2025 einen Besucher:innen-Rückgang von 22 Prozent.
Highlights
So viel Radverkehr wie nie zuvor gab es am 1. Mai 2025 auf der Praterbrücke. An diesem Tag querten dort 12.782 Radfahrer:innen die Donau. Der Rekordwert im Jahr 2025 auf der Lassallestraße waren 12.234 Radfahrer:innen am Sonntag, 15. Juni 2025. Insgesamt querten an diesem Tag 38.298 Radfahrer:innen die Donau, mehr als je zuvor.
Datenquellen
Insgesamt wurden 2025 an 17 Dauerzählstellen der Stadt Wien 12,5 Millionen Radler:innen gezählt. Im Jahr 2024 waren es 12,37 Millionen. Für den Vergleich bei der Argentinierstraße wurden die Daten der Zählstelle aus dem Jahr 2023 hinzugezogen, da diese Zählstelle im 2024 baustellenbedingt nicht in Betrieb war. Die Zählstelle Margaritensteg war 2025 baustellenbedingt nicht in Betrieb.
Quelle: MA 46/NAST