Die Zählstelle am Opernring zeigt schon vormittags mehr als 1000 RadfahrerInnen an.

Radzahlen

Seit dem Jahr 2011 nimmt der Radverkehr in Wien kontinuierlich zu. Jahre mit stärkerem und schwächerem Wachstum wechseln einander ab. Im jahr 2016 sind an den automatischen Zählstellen um 6,4 Prozent mehr Radfharende vorbei gekommen als im Jahr davor.

Radverkehr 2016: Zählstellen zeigen deutliches Plus

Die Bilanz für das Jahr 2016 zeigt einen deutlichen Zuwachs. Am Opernring wurde mit 1.583.785 gezählten Radlerinnen und Radlern ein neuer Rekordwert erreicht. An der Linken Wienzeile und in der Operngasse gab es ein Plus von fast 18 Prozent. Die Zählstelle am Liesingbachradweg verzeichnete ein Plus von 12,7 Prozent.

 

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Juni war der stärkste Radfahr-Monat 2016

Der Monat, in dem die meisten Radfahrenden gezählt wurden, war der Juni. Werktags radelten an den Zählstellen am Opernring durchschnittlich 7.880 Radfahrende vorbei. Das ist mehr als in jedem anderen Monat zuvor an dieser Stelle. Die Zählstelle Argentinierstraße passierten im Juni an Werktagen durchschnittlich 3.142 Radfahrende. Nur sehr knapp hinter Juni war der September der zweitstärkste Radfahrmonat. Der Tag mit dem meisten Radverkehr war Mittwoch, der 8. Juni 2016, an dem am Opernring 10.253 Radfahrende gezählt wurden.

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Radfahrende trotzen Niederschlag

Im Jahr 2016 waren die Wetterbedingungen für das Radfahren etwas schlechter. So gab es im Jahr 2016 an 159 Tagen Niederschlag. Im Jahr 2015 waren es 143 Niederschlagstage. Außerdem schien im Jahr 2015 an 2.115 Stunden die Sonne, im Jahr 2016 gab es 2.069 Stunden mit Sonnenschein.
fahrende hatten geringfügig schlechteres Wetter

Die Wetterbedingungen waren im Jahr 2015 für das Radfahren etwas schlechter als im Jahr 2014. So gab es im Jahr 2015 insgesamt 143 Tage mit Niederschlag, im Jahr 2014 waren es 139 Tage. An 41 Tagen gab es in Wien im Jahr 2015 Minusgrade. Im Jahr 2014 war das an 30 Tagen der Fall. Die Anzahl der Tage mit Sturm war im Jahr 2015 mit 49 höher als 2014 mit 35 Tagen.
Die Zählstellen bilden die punktuelle Situation des Radverkehrs an einigen Orten in Wien ab und sind nicht repräsentativ für ganz Wien. Die Erhebung der Verkehrsmittelwahl für das Jahr 2015 wird Auskunft über den Radverkehrsanteil in Wien geben.

Stadt errichtete im Jahr 2016 zahlreiche Radwege

Im abgelaufenen Jahr wurde die Radinfrastruktur verbessert. Die Stadt schloss wichtige Lücken im Netz. Das Radfahren wurde durch die neuen Radwege am Getreidemarkt, auf der Schönbrunner Straße sowie am Südtiroler Platz komfortabler. Mit der Fahrradstraße Goldschlagstraße sowie dem Lückenschluss am Schottenring und der Einbahnöffnung in der Wipplingerstraße eröffnete Wien neue Radverbindungen.

An den Dauerzählstellen des Radverkehrs gezählte Radfahrende im Jahresvergleich

Zählstelle 2015 2016 Veränderung in %
Argentinierstraße 574.194 644.697 +12,3%
Donaukanalweg 463.158 471.413 +1,8%
Operngasse 1.102.026 1.298.705 +17,8%
Langobardenstraße 151.345 155.837 +3,0%
Lassallestraße 850.752 834.408 -1,9%
Liesingbachradweg 142.875 161.046 +12,7%
Linke Wienzeile 316.186 372.717 +17,9%
Neubaugürtel 519.738 510.168 -1,8%
Opernring gesamt 1.511.933 1.583.785 +4,8%
Praterstern 916.873 937.155 +2,2%
Die Zählstelle am Margaritensteg wurde nicht berücksichtigt, da es in unmittelbarer Nähe des Stegs 2015 eine Sperre des Wientalradwegs gab.
Quelle der Daten: Auswertung der automatischen Dauerzählstellen für den Radverkehr der MA 46, Stadt Wien; Wetter: ZAMG – Klimaabteilung (Hohe Warte)

Radverkehrszählung

Um einen Überblick über den Radverkehr in Wien zu erhalten, werden von den Abteilungen Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) und Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) Auswertungen von Radverkehrszählungen durchgeführt. Grundlage für die Auswertung sind Raddauerzählstellen und händische Verkehrszählungen, die auf den Jahresdurchschnitt des Wiener Radverkehrs hochgerechnet werden. Aktuelle Daten der Radverkehrszählung