Ein Service der Stadt Wien

Christian Rupp

Wien hat erste Fahrradstraße Österreichs

Die Kuchelauer Hafenstraße in Döbling ist die erste Fahrradstraße in ganz Österreich.

Es war nicht wirklich ein Wettlauf. Dennoch ist es schön, dass Wien im RadJahr 2013 den ersten Platz gemacht hat. In ganz Österreich gibt es bis heute erst eine Fahrradstraße, und die ist in Wien. Seit 31. März 2013 erlaubt es ja die Straßenverkehrsordnung, Fahrradstraßen einzurichten.

Fahrradstraße, Kuchelau, Verkehrsschild

Erste Fahrradstraße Österreichs Foto: Sebastian Philipp

Kuchelauer Hafenstraße wichtige Verbindung

Die Kuchelauer Hafenstraße ist als Teil des Donauradwegs Eurovelo 6 eine wichtige Verbindung für Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich und natürlich für alle Freizeitradlerinnen und Freizeitradler. Hier gibt es jetzt mehr Sicherheit für die Radfahrenden. Weitere Fahrradstraßen in Wien werden aber noch folgen.

Fahrradstraßen mit mehr Komfort für Radfahrende

Expertinnen und Experten hatten die Einführung von Fahrradstraßen im städtischen Raum schon länger gefordert. Die erste ist nun umgesetzt. Fahrradstraßen sind für Radfahrende reserviert. Autofahrende dürfen nur zu- und abfahren. Radlerinnen und Radler haben in Fahrradstraßen Vorrang und auch das Nebeneinanderfahren ist erlaubt.

 

12 Gedanken zu “Wien hat erste Fahrradstraße Österreichs

  1. File under “totes Recht”, so wie Wohnstraße, Allgemeines Fahrverbot ausgenommen Anrainer (z.B. 1070 Westbahnstraße), Richtungsgebote (ebendort).
    Ohne bauliche Maßnahmen wirkungslos, reiner Ettikettenschwindel !
    Eh wurscht, denn dort fahr ich schon seit Jahren mit den Skates auf der Fahrbahn…

    • Ja so sehe ich es auch. Totes Recht. Ich kenne die Kuchelauer Hafenstraße gut, fahr dort fast täglich. Aber der Autofahrer kann immer sagen, ich wollte in der Mitte stehen bleiben und spazieren gehen. Oder zu dem kleinen Buffet auf einen Kaffee oder Bier fahren. Das ist alles Zu- und Abfahren. Was soll da die Polizei strafen? Zahlen werden nur die Dummen müssen und die werden auch bald drauf kommen. Viele Klosterneuburger fahren dort durch und die wissen doch bald was sie beim Einspruch sagen müssen.

  2. als Bewohner von Döbling, wo bisher herzlich wenig für RadfahrerInnen getan wurde empfinde ich die Fahrradstraße als puren Zynismus. Es gibt viele relativ einfache Maßnahmen, die schon seit Jahren umgesetzt werden könnten und nicht gemacht werden (Radfahren gegen Einbahn, Tempo 30, ordentlicher Radweg in der Heiligenstädter Straße usw). Jetzt kann sich der Bezirk damit rühmen, etwas für Radfahrer zu tun?! Es ist ein guter Anfang, aber mehr ist es derweilen noch nicht.

  3. Warum Radstraßen bauen, Radfahrer fahren ja immer wo sie wollen. Ob bei rot über die Kreuzung, am Gehsteig, im Wald auf den für Radfahrern nicht gekennzeichnet Wegen (dürfte wohl mehr Spass machen). Man sollte sie besser erziehen befor sie auf die Menschheit ohne Nummernschild losgelassen werden.
    Ich möcht auch gerne wissen wie man eine telefonierenden Radfahrer bestrafen will. Man kann ihn ja nicht vom Fahrrad reißen oder.

    • Ja, nur weil sich einer mit 4, 2 oder ganz ohne Räder auf der Straße bewegt ist er noch kein besserer oder schlechterer Mensch.

      Viele Radfahrer und auch Fußgänger ignorieren aber gerade deshalb rote Ampeln, weil diese ja nur aufgestellt werden, damit der Autoverkehr überhaupt fließen kann.

      Begegnungszonen, Fahrradstraßen etc. könnten dazu beitragen, die Geschwindigkeit auf unseren Straßen zu reduzieren und das miteinander wieder etwas zu fördern. Mit der Geschwindigkeit steigt ja bekanntlich die Anonymität und die Hemmschwelle.
      Kaum einer würde jemals in einem Restaurant jemanden bedrohen, anschreien usw. Auf der Autobahn – im übertragenen Sinn – leider “Standard”.

      Geschwindigkeit runter, mehr Augenkontakt, mehr soziale Kontrolle, weniger Lärm, weniger Unfälle – was will man mehr?

  4. was nützen all die Regeln und Gesetze, wenn sie nicht exekutiert werden bzw. werden können..
    Leider gibt es zu viele Radfahrer, die keine Ahnung von Verkehrsregeln haben, und leider gibt es zu viele Autofahrer, die nicht wissen, wie die Regeln für Radfahrer sind. Ausserdem setzten sich viele Verkehrsteilnehmer über die Gesetze/Regeln hinweg. Nummerntafel für Radfahrer hat keinen Sinn und bringt letztendlich nicht mehr Sicherheit auf die Strasse. Das Hauptproblem ist der Egoismus des Menschen. Es gibt kein miteinander, sondern nur mehr ein gegeneinander. Schade!!!

  5. Ich gehöre nicht unbedingt zur “Raunz-Fraktion”, aber als erstes von einer Straße zu berichten, die in erster Linie “nur” für den Fahrradtourismus von Bedeutung ist, und von der an sich keine gröberen Probleme zu hören waren, klingt schon etwas nach “Augenauswischerei”. Was ist mit der Hasnerstraße, die groß “gehypt” wurde?

    Dafür kann ich wohl noch Jahrzehnte auf die Aufhebung von gewissen Einbahnen und Benutzungspflichten in weniger prominenten Straßen warten, die mit “Sicherheitsbedenken” usw. als Ausrede nicht durchzubringen sind.

  6. bin heute um ca 08:30 staunend durch die “Fahrradstraße” geradelt – von Anfang bis Ende gesteckt voll mit stauenden Autos, da anscheinend auf der B14 eine Baustelle den Verkehr behinderte, oder doch alles “Zufahrer”??? leider hab ich kein phototaugliches handy….. da hätte die Polizei sich in wenigen MInuten eine goldene Nase verdienen können. mangels Überwachung Sinnhaftigkeit der Sache also zusätzlich in Frage gestellt.
    bin als vielradlerin auch der meinung, dass diese Einrichtung zwar eine nette Sache, aber für die angestrebte Erhöhung des Radleranteils in Wien bzw. die Sicherheit der bereits Radelnden nicht relevant.

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