Reger Radverkehr an einem sonnigen Morgen in Wien.

Die Hasnerstraße erhält das Prädikat fahrradfreundlich

Viele Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern langen bei mir ein. Sehr oft kommt dabei der Wunsch nach sicheren und attraktiven Straßen fürs Radfahren.

Heute wurde die Hasnerstraße als fahrradfreundliche Straße eröffnet.

Die Hasnerstraße ist durch eine Vielzahl von Maßnahmen jetzt noch attraktiver mit dem Fahrrad zu befahren.

  • Zusätzliche Unterbrechung für den Kfz-Verkehr, die nur für Radfahrerinnen und Radfahrer passierbar ist. Insgesamt gibt es jetzt vier Unterbrechungen für den Kfz-Verkehr in der Hasnerstraße
  • Auf der Hasnerstraße haben Radfahrende Vorrang, ausgenommen Querungen mit Linien des Öffentlichen Verkehrs
  • Durchgehend Tempo 30
  • Übersichtliche Kreuzungen für alle durch Gehsteigvorziehungen und Kreuzungsplateaus

Wien hat damit einen Standard für fahrradfreundliche Straßenzüge in der Stadt und es wird daran gearbeitet weitere folgen zu lassen.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Fahrradstraße nun auch rechtlich in der Straßenverkehrsordnung verankert wird. Dann würde es auch ein eindeutiges und sichtbares Verkehrszeichen geben und die Sichtbarkeit wäre verbessert.

Fahrradgerechte Stadt

Das Beispiel der Hasnerstraße zeigt, dass eine fahrradgerechte Stadt allen nützt und das Ausspielen der einzelnen am Verkehr Teilnehmenden in eine Sackgasse führt. Bei der Hasnerstraße profitieren Anrainerinnen und Anrainer: Es gibt weniger Kfz-Verkehr und die Kreuzungen werden für zu Fuß Gehende sicherer. Gerade für Familien mit Kindern ist das eine Erleichterung.


Ein wichtiges Anliegen bei der Hasnerstraße ist es, die Verbindungen von den westlichen Bezirken in die Stadt zu verbessern. Hier schrecken Straßen mit Schienensträngen noch viele, die gerne aufs Rad steigen würden ab.
Am Gürtel gibt es zum Weiterfahren gute Verbindungen in Richtung Westbahnhof und Mariahilfer Straße. Richtung City empfehle ich Pfeilgasse, Burggasse oder Kandlgasse zu wählen.

 

5 Kommentare

Markus Urban sagte am 21.09.2012, 22:23:
Bemerkenswert an der Hasnerstraße ist, dass sie schon sehr lange als offensichtlich besonders fahrradfreundliche Straße existiert (häufig 'Vorrang geben' für Querverkehr, und mit Fahrrad durchfahrbare Sackgassen usw.), und jetzt eben "nur" ein paar Dinge angepasst/erweitert wurden. Das zeigt, dass eine "Fahrradstraße" auch mit den heutigen rechtlichen Mitteln gut machbar ist, mit "Fahrverbot, ausgenommen [Fahrradsymbol]" ließen sich vielleicht auch nicht benützungspflichtige Radwege rechtlich konstruieren. Wo es dringend auch noch Umdrehungen des Vorrangs geben sollte, ist in 13, Auhofstraße - es ist nicht einzusehen, warum z.B. Braunschweiggasse oder Fleschgasse bevorrangt sind, dort gibt es weder ÖV noch sind sie bedeutende Durchzugsstraßen. Um den Kfz-Durchzugsverkehr unattraktiv zu machen, gibt es ohnehin schon eine Einbahnregelung.
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spider sagte am 24.09.2012, 17:26:
die Skizze oben ist leider eine heftige Beschönigung. Leider kann man hier keine Fotos hochladen, sonst könnte man die Realität zeigen - bei allem Lob bleibt auch die Hasnerstr. ein Riesen-KFZ-Parkplatz, mit schlechten Sichtrelationen an den Kreuzungen, weil sogar diese hemmungslos bis ans Limit verparkt werden. Mit dem tollen Schaubild oben hat das leider nichts gemeinsam..
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Dem Parkschein davon radeln | Fahrrad Wien sagte am 27.09.2012, 11:41:
[...] der Eröffnung der Hasnerstraße als Wiens erster fahrradfreundlicher Straße und der Errichtung einer durchgehenden Radfahranlage [...]
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Kurt Enenkel sagte am 30.09.2012, 07:55:
Mit der Hasnerstraße hat man die älteste Radroute Wiens ein bisserl aufgemascherlt, weil es bei ihr am wenigsten Mühe erfordert. Den meisten Aufwand hat man mit der längst fälligen Sanierung des Fahrbahnbelages stadteinwärts des Richard-Wagner-Platzes gesteckt (jetzt kann man dort besser Skaten), die Einmündung in den Gürtelradweg wurde geradezu monströs verbreitert. Am anderen Ende, konkret im Bereich Enenkelstraße - Montleartstraße (Maroltinger - Gymnasium) hat sich allerdings kaum etwas gebessert. * Verparkte Sichtschutzbereiche (z.B. Schutzweg Brunnengasse) * Erheblicher Lieferverkehr (mit Parken in 2. Spur) * Umgehungsverkehr, begünstigt durch die neuen Vorrangverhältnisse * Eine unmögliche Querung der Possingergasse (man muss auf der linken Fahrbahnseite gegen den Autoverkehr fahren, um zur "Furt" zu gelangen) * Vorrangverletzungen an den abgesperrten Stellen ("kommt eh keiner") * beiderseitiges Schrägparken ohne Spielraum bei erheblichem Umgehungsverkehr zwischen Enenkelstraße und Maroltingergasse * verparkter Radstreifen gegen die Einbahn zwischen Maroltingergasse und Montleartstraße. Alles in Allem ist die "fahrradfreundliche" Straße Hasnerstraße bestenfalls zwischen Schuhmeierplatz und Gürtel für das Radfahren mit Kinder bzw. von Jugendlichen zumutbar. Die Anbindung von Schulen an das Radwegenetz scheint 18 Jahre nach der Ära Zilk kein Anliegen der Radvekehrspolitik mehr zu sein. Auf dem einstigen Fahrradabstellplatz des BG16 Maroltingergasse (Hasnerstraße / Montleartstraße), der in den 70er - Jahren gut genützt war - Christian Oxonitsch sei mein Zeuge - parken jetzt 4 PKWs...
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sagte am 24.08.2015, 21:31:
converse
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