Junge Frau fährt auf ihrem Fahrrad, begleitet mit Winterjacke und Haube, am Hauptbahnhof vorbei. Foto von Stephan Doleschal.

Unsere Tipps zum Radfahren im Spätherbst und Winter

Das Fahrrad wird als klimafreundliches, effizientes Fortbewegungsmittel von Jahr zu Jahr beliebter: Immer mehr Menschen fahren auch in der kalten Jahreszeit gerne mit dem Rad. Was gibt es dabei zu beachten? Wir haben für euch ein paar Tipps zusammengestellt, damit ihr auch bei Minusgraden mit einem guten Gefühl in den Sattel steigt:

  • Zunächst ist es wichtig, für die richtige Kleidung zu sorgen. Eine spezielle Ausrüstung ist dafür nicht notwendig. Normale Winterkleidung ist völlig ausreichend. Nach dem sogenannten „Zwiebelprinzip“ ist es jedoch ratsam, sich mehrere dünne Kleidungsschichten anzuziehen, die man bei Bedarf ausziehen kann. Eine gute, wasser- und windfeste Jacke, Handschuhe, dicke Socken und gefütterte Schuhe helfen dabei, auch bei schlechter Witterung trocken und warm unterwegs zu sein. Da die meiste Wärme über den Kopf verloren geht, empfehlen wir grundsätzlich eine Mütze. Auch für HelmträgerInnen gibt es hier passende Unterhelmmützen.
  • Generell ist es vor allem im Winter wichtig, als VerkehrsteilnehmerIn gut sichtbar zu sein. Dunkelheit und schlechte Wetterbedingungen können das Sehvermögen von AutofahrerInnen beeinträchtigen. Das Gesetz schreibt eine Beleuchtung des Fahrrads vor. Daher sollte auch wirklich vorab kontrolliert werden, ob das Fahrrad alle Richtlinien erfüllt. Reflektierende, helle Kleidung kann ebenfalls für bessere Sichtbarkeit sorgen.

Der richtige Rückreflektor fürs Rad.

  • Zusätzlich ist es empfehlenswert, vor allem Kette, Getriebe und Bremsen regelmäßig zu reinigen oder einen Winter-Check in einer Fahrradwerkstatt  durchführen zu lassen. Bei kalten Temperaturen können Brems- und Schaltzüge einfrieren, daher sollten vor allem die Bremszüge regelmäßig eingeölt werden (Öl ist hier besser als Fett).
  • Auf Wegen mit nassem Laub oder Glatteis ist die Rutsch- und Sturzgefahr höher. Reduziert man das Fahrtempo an solchen Stellen, sinkt das Risiko, auszurutschen. Speziell unter schneebedeckten Gehsteigkanten verstecken sich oft Steine oder Müll, die einen Sturz begünstigen können. Daher am besten nicht zu dicht an beschneiten Straßenrändern fahren. Wer oft auf rutschigen Wegen unterwegs ist, bekommt durch grobprofilige Reifen oder Spikereifen von vornherein einen besseren Halt. Falls man sich keine Spikereifen anschaffen möchte, kann es aber auch helfen, etwas Luft aus den Reifen zu lassen. Den Sattel könnt ihr im Winter ebenfalls ein bisschen niedriger einstellen. Liegt das Zentrum der Schwerkraft etwas tiefer, ist das Fahrrad weniger wackelig und kann damit auch auf vereisten Flächen besser manövriert werden.

Auch wenn Radfahren im Winter auf den ersten Blick vielleicht mühsamer wirkt: Es lohnt sich dennoch, das ganze Jahr über zu fahren! Denn Radfahren ist ein besonders gutes Mittel, um gegen Wintermüdigkeit und Winter Blues vorzugehen. Die tägliche Bewegung hält nicht nur körperlich fit und stärkt das Immunsystem, sondern erzeugt im Gehirn Hormone und Botenstoffe, die wie natürliche Antidepressiva wirken. Studien zufolge reduziert Radfahren Müdigkeitsgefühle bis zu 65 %. Neben vielen weiteren positiven Effekten auf Herz, Kreislauf und Schlafqualität, ist das Winterradeln damit das perfekte Mittel, um einem Stimmungstief in den grauen Monaten vorzubeugen.

Wir wünschen euch eine gute Fahrt!

 

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