Reger Radverkehr an einem sonnigen Morgen in Wien.

15. Bezirk: Goldschlagstraße für Radverkehr geöffnet

Die Goldschlaggasse im 15. Bezirk ist erstmals von der Johnstraße bis zum Neubaugürtel durchgängig in beiden Richtungen befahrbar. Beim ehemaligen Kaiserin-Elisabeth-Spital gab es einen gesperrten Abschnitt, der ab sofort für den Rad- und Fußverkehr geöffnet ist.

 

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Die Gitter wurden entfernt, beim ehemaligen Kaiserin-Elisabeth-Spital kann jetzt durchgefahren werden.

Die Baumaßnahmen auf dem früheren Krankenhaus-Areal in der Goldschlagstraße sind abgeschlossen. Am neu errichteten Geh- und Radweg kann die Straße nun zwischen Holochergasse und Huglgasse befahren werden. Der Kfz-Verkehr muss weiterhin über die Felberstraße ausweichen. Damit am Beginn der Goldschlaggasse auch der Gürtel gequert werden kann, wurde bereits im Oktober eine Überfahrt für den Radverkehr eröffnet.

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Für die durchgängige Befahrbarkeit der Goldschlagstraße mit dem Fahrrad stadtauswärts der Johnstraße, benötigt es noch die Öffnung von Einbahnen. Im 15. Bezirk wird das letzte kurze Stück im Zuge der Errichtung einer Ampel bei der Johnstraße bis 20. November 2015 freigegeben (Abschnitt Sturzgasse bis Johnstraße).

Die Goldschlagstraße ist rund drei Kilometer lang und verbindet den 14. und 15. Bezirk mit dem 7. Bezirk. Auf der Strecke befinden sich unter anderem die S-Bahnstation Breitensee, das Kulturzentrum Sargfabrik und die Selbstreparaturwerkstätte Bikekitchen.

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In diesem Bereich ist die Goldschlagstraße nun befahrbar. Die Heatmap von Bike Citizens zeigt den Bedarf einer Öffnung

Durch die Öffnung des bisher gesperrten Spital-Areals wird eine verkehrsberuhigte Ost-West-Verbindung geschaffen. Radfahrende haben nun eine Alternative zur stark von Kfz frequentierten Felberstraße. Weitere Verbesserungen sind für das Jahr 2016 geplant.

Für die Weiterfahrt zum Ring empfehlen wir die Seidengasse zu nehmen. Bei der Hermanngasse kann dann der Weg Richtung Mariahilfer Straße oder Richtung Burggasse eingeschlagen werden.

 

13 Kommentare

Kurt Enenkel sagte am 09.11.2015, 17:01:
Durch die Umgestaltung im ersten Block nach dem Gürtel ist die Goldschlagstraße weniger "fahrradfreundlich" als zuvor geworden: * Die neue Parkordnung hat zwar KFZ - Stellplätze reduziert, dem Radverkehr hingegen nicht mehr sondern weniger Sicherheitsabstand verschafft * Aus der Löhrgasse kommt erheblicher Ampelumgehungsverkehr und dank der neuen Einbahnführung in der Goldschlagstraße rechnen Autofahrer nicht mit Gegenverkehr und ordnen sich weiter links ein. * Die neuen Lichtsignalanlagen (Fahrbahn + Straßenbahn) und die Sperren machen das Queren des Gürtels - speziell im Verband mit Kindern - mühsam und riskant. Dass die Goldschlagstraße "fahrradfreudnlich" werden könnte, vermag ich mir noch immer nicht vorzustellen, denn dazu müssten die vor ca. 15 Jahren legalisierten Schrägparkplätze auf der südlichen Seite (zwischen Zinckgasse und Tannengasse) wieder rückgewidmet werden - und dazu sehe ich nicht die politische Bereitschaft im Bezirk !
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Kurt Enenkel sagte am 09.11.2015, 17:06:
PS: Wie man an der Heatmap wunderschön erkennen kann, ist die im Jahr 1996 von der MA18 (Ing. Thomas Berger) geplante Verlegung der Radroute West in die Märzstraße Schwachsinn gewesen (zeitgleich wurden Haltestellenkaps gebaut...), durch sie wurde aber die Goldschlagstraße zum Abschuß freigegeben (Schrägparkoffensive). Ob man die Verschlechterung der Goldschlagstraße aufzuheben bereit ist, wage ich zu bezweifeln !
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Stephan Bösch-Plepelits sagte am 10.11.2015, 12:30:
Die Hauptradverkehrsroute ist aber zwischen Gürtel und Sturzgasse in der Hütteldorferstraße (ein ziemlicher #fail meiner Meinung nach). Ich hoffe, dass diese Route in Goldschlagstraße verlegt wird ...
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Kurt Enenkel sagte am 11.11.2015, 11:15:
Eine Zeitlang war ja auch ein baulicher 2-Richtungsradweg in der Felberstraße im Gespräch, aber dann hat man dort Schrägparken und Rindenmulch (inoffizielles Hundeklo) implementiert. Aufgrund der Abwesenheit von Querungen (ausser Schmelzbrücke) wäre dies eine durchaus sinnvolle Maßnahme gewesen. Jetzt endet ein 2-Richtungsradweg vom Gürtel kommend bei der Hackengasse - diesen könnte man durchaus bis zur Johnstraße verlängern.
Stephan Bösch-Plepelits sagte am 10.11.2015, 12:28:
Was ist eigentlich mit der Holochergasse? Ist es geplant diese für den Radverkehr gegen die Einbahn zu öffnen? Ich fahr immer die Goldschlagstraße, muss dann aber zur Märzstraße und die Goldschlagstraße geht ja bergab, diese zusätzlichen Höhenmeter möchte ich vermeiden. Derzeit fahre ich Goldschlagstraße - Huglgasse - Märzstraße. Die Huglgasse ist aber alles andere fein, da dort viel MIV ist (inkl. der Buslinie 12A). Viel besser wäre Goldschlagstraße - Holochergasse - Märzstraße, aber dort ist wie gesagt eine Einbahn (und quasi kein MIV).
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Stephan Bösch-Plepelits sagte am 18.11.2015, 21:55:
Hab festgestellt, dass die Selzergasse statt der Holochergasse für das Radfahren gegen die Einbahn freigegeben wurde. Nachdem es bis dorthin in der Goldschlagstraße noch nicht bergab geht ist das eine gute Alternative. Ich bin's inzwischen mehrmals gefahren - super! Viel besser als die Huglgasse raufstrampeln :-)
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Manuela sagte am 13.11.2015, 15:05:
Ich bin dafür den gesamnten 15. Wiener Gemeindebezirk als fahrradfreundliche FUZO umzubauen. Autos haben in Wien nichts mehr verloren. Und die Leute die es nicht lassen können, müssen endlich mehr für Ihre sch** Karre brennen!!! 90 Euro für ein Parkpickerl ist ein Witz, fährt ja noch immer jeder mit seiner Kiste durch den Bezirk!
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Stephan Bösch-Plepelits sagte am 18.11.2015, 22:00:
Flächendenkend FUZO ist wohl nicht total ernst gemeint oder? Ich finde auch, dass man den Autoverkehr deutlich reduzieren sollte, aber ganz abschaffen ist meiner Ansicht nach über das Ziel hinausgeschossen. Wichtiger als das Autofahren und zB das Parkpickerl immer teurer zu machen (das trifft z.B. ärmere Verkehrsteilnehmer_innen besonders hart) finde ich den Raum der dem Autoverkehr zur Verfügung steht zu reduzieren. Z.B. weniger Fahrspuren bei breiten Straßen, weniger Parkplätze, ... Und natürlich die gefahrene Geschwindigkeit reduzieren. Nur irgendwo ein 30km/h-Taferl hinzuschrauben bringt ja nicht viel, hier muss wirklich baulich eingegriffen werden. Außerdem werden ja in Wien glaub ich keine Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, zumindest hätte ich noch keine gesehen ...
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Walter sagte am 24.11.2015, 16:22:
Ich denke eine flächendeckende FUZO ist das einzige probate Mittel im dem gefährlichen Autoverkerh wirklich zu entfernen, alles andere führt nur zu Problemen. Außerdem, es soll nicht jeder Autofahren können, daher ist es wichtig viel, viel höhere Steuern auf diese nervigen Blechkisten zu zahlen. Es muss wirklich schmerzen, im Geldbörsel damit immer weniger Autos fahren in der Stadt. Nur ein bissl Steuern hier und Parkpickerl dort hilft nix, die Autofanatiker jammern aber fahren aber trotzdem weiter. Daher ist auch Tempo 30 kein Hinderniss, da fahren sie halt 50km/h und keiner hat es halt gesehen... Das problem ist der Autofahrer per se und diese Mentalität einer Idioten.
Martin Siegrist sagte am 23.11.2015, 10:48:
Trotz vielem, was man im 15. noch fahrradfreunlicher machen kann: Ich finde es super, dass ich die Goldschlagstraße jetzt durchfahren kann, ohne ein lästiges Hakerl machen zu müssen!
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Christian Liebich sagte am 30.11.2015, 15:51:
Eine flächendeckende FUZO für ganz Wien wäre am Besten. Autos braucht eh keiner, und die die glauben sie brauchen Autos sollen einfach in psychatrische Behandlung. Stellt euch eine Stadt ohne Abgase, ohne Autounfalle, ohne Hupkonzerte und ohne Strassenlärm vor...
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Cornelius Blaas sagte am 14.12.2015, 12:17:
Ja, ich denke man wird nicht mehr Fahrrad Fahrer bekommen in Wien wenn man nicht ganz entschieden mehr gegen Autofahrer unternimmt. Jetzt wo es rot/grön 2 gibt wäre es eine Chance hier endlich mutige Fortschritte zu setzten. Jede weitere FUZO ist zu begrüßen!
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Goldene Speiche: Goldschlagstraße bekommt Preis als beste Radverkehrslösung 2015 | Fahrrad Wien sagte am 09.05.2016, 14:30:
[…] beste Radverkehrsmaßnahme 2015 ist die fahrradfreundliche Goldschlagstraße vom Neubaugürtel bis Johnstraße. Sie überzeugte die Jury und die RadfahrerInnen mit einem […]
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