Mann fährt ein Transportfahrrad. Er trägt ein blaues Sakko. Foto: Christian Fürthner

Fahrradlogistik-Konferenz in Wien

Der Einsatz von Transportfahrrädern nimmt in Städten weltweit rasant zu. Dies bringt neben Vorteilen für die Umwelt auch ökonomische Vorteile für Betriebe. Die Anschaffungs- und Erhaltungskosten von Lasten- bzw. Transporträdern sind geringer als die eines Lieferwagens und im urbanen verkehrsberuhigten Bereichen bewährt sich das Lastenrad als schnelles, zuverlässiges und kostengünstiges Transportmittel.

Über die Potentiale von Cargo Bikes diskutierten am 20. und 21. März 2017 Fachleute aus aller Welt bei der „European Cycle Logistics Conferenze“. Über 400 Personen aus 27 Ländern nahmen an der, von der Stadt Wien unterstützten, Fachkonferenz teil. 60 Unternehmen präsentierten innovative Transportfahrräder und Konzepte.

Transportfahrräder spielen zukünftig im Güterverkehr in Städten eine größere Rolle – das hat die Konferenz deutlich gezeigt. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Raum- und Luftfahrt könnten in Städten bis zu 23 Prozent der täglichen Lkw-Fahrten durch Lastenräder ersetzt werden.

Sämtliche Vorträge der ECLF-Konferenz finden Sie hier: Fahrradlogistik-Konferenz 2017, Vienna

Erreichen von Klimaschutzzielen

Die Luftqualität ist in vielen Städten in Österreich und auch europaweit ein großes Thema – auch die Co2 Emissionen. Klimafreundlicher Gütertransport ist ein Thema, das auch für Wien immer wichtiger wird, wenn wir die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten wollen. Dabei geht uns um Klimaschutz genauso wie um die Reduktion von Feinstaubbelastung in Wien. Der Wirtschaftsverkehr innerhalb des Stadtgebiets soll bis 2030 weitgehend CO2-frei abgewickelt werden.

Der Einsatz von Transportfahrrädern wird gefördert

Schon jetzt verwenden in Wien viele Kleinunternehmen, Unternehmen und auch große Logistikdienstleister wie UPS Transportfahrräder. Martin Blum, Radverkehrsbeauftragter sagt: „Ich setze darauf, dass dieser Trend auch weitergeht und auch die Stadt in den nächsten Jahren Rahmenbedingungen setzt, das Ganze noch attraktiver zu machen. Dazu gehören natürlich Feinverteilzentren, die im Umkreis der Innenstadt sind, wo Lkw gut hinfahren können und von dort aus die Feinverteilung mit Lastenfahrrädern abgewickelt werden kann.“ Die Stadt Wien wird in den nächsten Jahren Maßnahmen setzen, um die Nutzung von Transporträdern weiter zu begünstigen. Seit Anfang März wird der Kauf von Transportfahrrädern für Private und Unternehmen von der Stadt Wien gefördert. Transportfahrrad-Förderung

Mikael Colville-Andersen, Gründer von Copenhagenize und Experte für urbane Mobilität eröffnete die Fahrradlogistik-Konferenz mit einer Keynote.

Mikael Colville-Andresen: Der Fahrrad-Boom setzt sich weltweit fort. Transportfahrräder und Logistik müssen – und werden – massiv dazu beitragen das Fahrrad als festen Bestandteil moderner, urbaner Mobilität zu verankern.“

1 Kommentar

Bernhard Ensink (ECF) sagte am 04.04.2017, 15:00:
Kompliment - war ein gutes, und gut besuchtes Event! War gerne dabei. Keep on cycling, Vienna!
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