Mit dem Fahrrad zur Schule

Am 5. September startet das neue Schuljahr. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen steht noch ein Thema auf dem Stundenplan der Kinder – und dem vieler Eltern: Der Schulweg. Mit dem Rad zur Schule? Das ist gesund und macht schlau. Viele Eltern möchten mit ihren Kindern gemeinsam mit dem Rad zur Schule fahren. Ältere Kinder, die die Radfahrprüfung gemacht haben, fahren ihren Schulweg erstmals alleine mit dem Rad.

„Am besten am Radfahren gefällt mir, dass man am schnellsten dort ist, wo man hin will“, hat uns der Volksschüler Xaver erzählt. Er und seine ältere Schwester Mena fahren jeden Tag mit dem Rad zur Schule. Wir haben mit Xaver, Mena und Vater Christoph über den Schulweg mit dem Rad geplaudert. „Die beiden sind einfach fit. Bei den beiden weiß ich, dass sie geschickt sind. Das gibt mir natürlich auch die Sicherheit“, so der Vater. Christoph weiter: „Im Endeffekt kannst du es jedem Kind zutrauen, wenn du dich nur ein bissl damit auseinandersetzt.“

Fachleute geben dem Vater recht. Ein alleine gemeisterter Schulweg trägt zu mehr Selbstvertrauen bei. “Erfolgserlebnisse steigern das Selbstvertrauen des Kindes und heben sein Selbstwertgefühl. Das wirkt sich auf das gesamte spätere Leben aus”, sagt beispielsweise ÖAMTC- Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

„Verhaltensweisen im Straßenverkehr sowie die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel lernen Kinder durch Beobachtung und Nachahmung vor allem ihrer Eltern oder anderer Bezugspersonen“, erklärt Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer von sicher unterwegs. Daher ist es für Eltern empfehlenswert den Schulweg gemeinsam mit den Kindern zu üben. Auch mögliche kritische Situationen sollten besprochen werden – zum Beispiel, was zu tun ist, wenn am Schulweg ein großes Fahrzeug auftaucht. LKW und Busse haben einen toten Winkel, in dem Kinder nicht gesehen werden. Wichtig ist, zu beachten, dass Kinder beim Radfahren einen – gut sitzenden – Helm tragen müssen und erst nach bestandener Radfahrprüfung oder ab 12 Jahren alleine mit dem Rad unterwegs sein dürfen.

Das ganze Gespräch mit Mena, Xaver und Christoph und wertvolle Tipps zum Radfahren mit Kindern in der Stadt finden Sie in unserem kostenlosen Magazin „Die Stadtentdecker:in“.

Die Stadt & Du – Mobilitätsbildungsprogramm für Volksschulen

Wesentlich ist auch die Auseinandersetzung mit den Themen Verkehrssicherheit und Mobilität in der Schule.
Das Programm zur Mobilitätsbildung „Die Stadt & Du“ vermittelt Volksschulkindern altersgerecht, sich aktiv, sicher und klimaschonend durch die Stadt zu bewegen. Das kostenlose Angebot für Volksschulen der Mobilitätsagentur umfasst pädagogisches Material zu den Themen Schulweg, Grätzl entdecken und Radfahren. Zum Angebot gehören auch kostenlose Workshops und Radfahrkurse. Radfahrkurse für 3. und 4. Volkschulklassen können von Pädagoginnen und Pädagogen ab sofort gebucht werden. Jetzt Radfahrkurs buchen!

Die Materialien zu „Die Stadt & Du. Entdecke Wien auf Schritt und Tritt“ sind kostenlos und können von Pädagoginnen und Pädagogen bestellt werden. Jetzt bestellen!

2 Kommentare

Maria Wiesinger sagte am 30.08.2022, 15:03:
Zum Rad- (und auch Rollerfahren) darf ich auf folgende Publikation hinweisen: Tipps fürs Radeln und Rollern im Alltag mit Fokus auf Kinder und Jugendliche. Hier zum Download: https://www.wig.or.at/fileadmin/user_upload/Gesunde_Kinder_Files/Radeln_und_Rollern_Mobilitaetsleitfaden_Web1.pdf
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Ernst Pitlik sagte am 31.08.2022, 08:07:
Ich wohne auch in der Nähe einer Schule, da werden leider sehr viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht, natürlich bis zum Schultor.
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